l Altmarkkreis Salzwedel: Das Impfzentrum Gardelegen startet Mittwoch. Jede Woche wird dort künftig geimpft - aber nur dienstags und mittwochs. Mehr ist derzeit nicht drin. „Das Nadelöhr ist der Impfstoff. Wenn ich mehr davon hätte, würde ich täglich öffnen“, sagt Landrat Michael Ziche (CDU). Ende des Monats sollen weitere Impf-Stellen in Salzwedel und anderen Gemeinden eingerichtet werden, um die Wege zu verkürzen.

l Salzlandkreis: Das Impfzentrum in Staßfurt startete Montag. Gut 1000 Termine sind bis 8. Februar gebucht. Was die Leute vor allem ärgert: Etwa ein Viertel der Interessenten reist von außerhalb des Landkreises an, weil die Hotline 116  117 bundesweit geschaltet ist und Termine querbeet vergibt. Die Landesregierung findet das in Ordnung - der Landrat nicht; denn: Die Dosen werden nach der Einwohnerzahl des Kreises verteilt. Kommen viele Auswärtige, reicht es für die eigenen Leute nicht. Und eine 80-jährige Staßfurterin bekam jetzt einen Termin in Merseburg. Markus Bauer (SPD): „Viele sind nicht mehr so mobil. Da entsteht dann natürlich Angst.“

l Harz: Im Impfzentrum in Quedlinburg bekamen Montag die ersten 50 ihre Spritze. Die Termine waren binnen 12 Minuten weg. Dann aber die Überraschung: 50 weitere Interessenten kamen an – mit bestätigtem Termin von der bundesweiten Hotline. Immo Kramer, Leiter des Impfzentrums, fiel aus allen Wolken: „Da sind Termine offenbar doppelt vergeben worden.“ Unzufrieden ist auch Landrat Thomas Balcerowski (CDU), denn das Zentrum kann nicht täglich arbeiten. „So lange nicht genügend Impfstoff da ist, sind das reine Show-Veranstaltungen.“ Eröffnet hat es nur auf ausdrücklichen Wunsch der Landesregierung. Durchgreifende Besserung erwartet der Landrat frühestens im Februar. Dann peilt er dezentrale Impfstellen in den Einheits- und Verbandsgemeinden mit lokaler Terminvorgabe an.

l Jerichower Land: Die Burger Stadthalle ist startbereit. Der Impfbetrieb wird allerdings erst in der kommenden Woche am Montag und dann zunächst nur an zwei Tagen anlaufen.

l Magdeburg: Die Landeshauptstadt bliebt dabei: Impfstart nicht vor dem 20. Januar. „Vorrang haben Heimbewohner und Pfleger“, sagt Oberbürgermeister Lutz Trümper. Diese sollen auch bald die wichtige zweite Spritze erhalten. Trümper lehnt eine Kurz-Zeiteröffnung des Impfzentrums ab. Wann es genau losgeht, werde je nach Liefermenge in dieser Woche geklärt.

l Börde: Auch das Impfzentrum Haldensleben bleibt zu. Die Impfdosen reichen zunächst nur für die Heimbewohner, die von mobilen Teams geimpft werden.

Politiker fordern ein lokales Bestellsystem. Linken-Fraktionschefin Eva von Angern: „Die Landesregierung muss lokale Hotlines einrichten.“ Grünen-Fraktionschefin Cornelia Lüddemann meint: „Ältere Menschen müssen einen Termin im heimischen Impfzentrum bekommen, um unnötige Wege zu vermeiden.“