Magdeburg l Angesichts steigender Infektionszahlen verschiebt Sachsen-Anhalt zunächst geplante Lockerungen der Corona-Regeln auf einen späteren Zeitpunkt. Sie sollen erst wirksam werden, wenn sich die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich vermindert hat. Darauf hat sich das Landeskabinett am Dienstag verständigt.

Somit dürfen Clubs und Diskotheken nicht wie zunächst geplant wieder zum 1. November öffnen dürfen. Das Land will indes kurzfristig ein Härtefallprogramm auflegen und die notleidende Branche so entlasten. Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) kündigte ein Härtefallprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 13 Millionen Euro an.

Die maximale Personenzahl bei Veranstaltungen bleibt in geschlossenen Räumen bei 500, im Außenbereich bei 1000. Hier war zunächst geplant gewesen, ab November Veranstaltungen mit 1000 Personen auch in Innenräumen zuzulassen.

Das Kabinett sprach sich zudem dafür aus, das Beherbergungsverbot für Touristen aus deutschen Risikogebieten beizubehalten.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, dass Weihnachtsmärkte nicht verboten würden.