Magdeburg l Schreckliches Bild auf der Autobahn am Donnerstagabend: Zwei Tote und drei Schwerstverletzte forderte ein Unfall mit einem Geisterfahrer auf der A14 zwischen Magdeburg Stadtfeld und dem Autobahnkreuz.

Kurz vor 22 Uhr wurden die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr auf die A14 bei Magdeburg gerufen. Drei Fahrzeuge prallten zum Teil frontal ineinander. Beim Eintreffen zeigte sich den Helfern ein Trümmerfeld und eine langgezogene Unfallstelle. Der Wagen des Geisterfahrers - ein Hyundai - blieb nach dem Aufprall mit einem entgegenkommenden Wagen auf der Seite liegen. Der 84-jährige Unfallverursacher wurde noch vor Ort reanimiert, verstarb jedoch etwas später in einem Rettungswagen. Eine 88-jährige Beifahrerin verstarb später im Universitätsklinikum, berichtet die Polizei.

 

Kriseninterventionsteam im Einsatz

Den Unfallhergang schildert die Polizei wie folgt: Der 84-jährige Falschfahrer war zwischen der Auffahrt Magdeburg Stadtfeld und dem Kreuz Magdeburg entgegen der Fahrtrichtung unterwegs. Ein 53-jähriger Porsche-Fahrer konnte nicht mehr ausweichen und kollidierte frontal mit dem entgegenkommenden Wagen. In der weiteren Folge wurde das Auto des Geisterfahrers gegen den BMW einer 38-jährigen Fahrerin geschleudert. Der BMW überschlug sich anschließend.

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Der Porsche-Fahrer (53) und sein 16-jähriger Beifahrer wurden schwer verletzt. Auch die 38-jährige Fahrerin des BMW erlitt schwere Verletzungen. Alle wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Andere Verkehrsteilnehmer konnten gerade noch rechtzeitig bremsen. Ersthelfer kümmerten sich dann bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um die Verletzten.

Ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz und verschaffte den Beamten einen Überblick von der Unfallstelle. Alle Unfallopfer waren beim Eintreffen der Feuerwehr aus den Fahrzeugen befreit. Das Kriseninterventiondienst aus Magdeburg war vor Ort, um Ersthelfer und Zeugen zu betreuen. Die Polizei hat zur Unfallursache die Ermittlungen aufgenommen. Die A14 war für fünf Stunden in Fahrtrichtung Haldensleben voll gesperrt. Die Feuerwehr sowie der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort. An allen drei Fahrzeugen entstand Totalschaden.