Magdeburg l Bei dem durch mehrere Polizeifahrzeuge mit Blaulicht begleiteten Gefangenen-Transport des sogenannten „Paten von Magdeburg“ aus der JVA Burg zum Magdeburger Landgericht ist es in dieser Woche zu einem Zwischenfall gekommen.

Das bestätigte LKA-Sprecher Michael Klocke auf Nachfrage. Ein privates Fahrzeug habe mit hoher Geschwindigkeit die Kolonne begleitet und sich zwischen die Fahrzeuge der schwer bewaffneten Polizisten gesetzt. Nach Volksstimme-Informationen ergab eine Kontrolle, dass sich in dem Auto ein Bruder des 35-jährigen angeklagten Libanesen und drei mutmaßliche Angehörige des Miri-Clans befanden.

Diesem wird auch Abd M. zugerechnet. Er steht wegen gewerbsmäßigen bewaffneten Drogenhandels seit Anfang Dezember vor Gericht. Da keines der Fahrzeuge abgedrängt und auch keine Waffen gefunden wurden, blieb es bei der Feststellung der Personalien. Allerdings hat die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen seit dem Vorfall am Dienstag weiter verstärkt. Der Prozess wird am 8. Januar fortgesetzt.