Halle (dpa) l Der Preisanstieg in Sachsen-Anhalt hat sich wieder etwas abgeschwächt. Die Inflationsrate lag im November bei 2,0 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle mitteilte. Im Oktober lag das Plus noch bei 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In den Sommermonaten hatte der Anstieg immer deutlich unter der 2-Prozent-Marke gelegen.

Für den zuletzt kräftigen Anstieg der Inflation sind den Statistikern zufolge vor allem die Preise für Heizen und Tanken verantwortlich. So war Heizöl gut 36 Prozent teurer als vor einem Jahr. Auch Diesel (+17,1 Prozent) und Superbenzin (+10,9 Prozent) kosteten deutlich mehr. Ohne diese Preistreiber läge die Inflation in Sachsen-Anhalt lediglich bei 1,3 Prozent.

Doch auch im Supermarkt mussten die Sachsen-Anhalter mitunter kräftige Preissteigerungen verkraften: Kartoffeln – ob als pure Knolle oder weiterverarbeitet zu Pommes, Chips und Co – waren im Schnitt 18,7 Prozent teurer, Gemüse kostete 13,4 Prozent mehr und für Naschereien aus Schokolade wurde 3,7 Prozent mehr fällig.

Insgesamt verteuerte sich das Leben in Sachsen-Anhalt weniger stark als im Bundesschnitt: Deutschlandweit lag die Inflation bei 2,3 Prozent und damit 0,3 Punkte über dem Wert in Sachsen-Anhalt.