Braunschweig (dpa) l Im Prozess um eine Verfolgungsfahrt mit tödlichem Ende in Braunschweig soll am Dienstag das Urteil am dortigen Landgericht fallen. Auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle war der 38-jährige Angeklagte aus dem Raum Magdeburg in zwei an einer roten Ampel wartende Autos gekracht. Ein 33 Jahre alter Fahrer eines der beiden Autos kam dabei im August 2019 ums Leben.

Die Staatsanwaltschaft forderte unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge sechs Jahre und elf Monate Haft für den Mann. Vertreter der Nebenklage beantragten eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Die Verteidigung plädierte für viereinhalb Jahre Haft. Für den Tod eines völlig Unbeteiligten bei seiner Flucht vor der Polizei hatte sich der Beschuldigte beim Prozessauftakt entschuldigt.