Symacon hat Folgen der Finanzkrise überwunden

Maschinenbauer startet mit vollen Auftragsbüchern durch

Von Torsten Scheer

Der Sondermaschinenbauer Symacon in Barleben bei Magdeburg sieht den kommenden Monaten mit vollen Auftragsbüchern entgegen. Das Unternehmen, das in diesen Tagen 40-jähriges Firmenjubiläum feiert, hat die Folgen der Finanzkrise gut überwunden und sieht sich für die Zukunft gerüstet.

Barleben. Nach einer schwierigen Phase mit teils herben Umsatzeinbrüchen von bis zu 30 Prozent in den Jahren 2009 und 2010 sieht sich der Sondermaschinenbauer Symacon in Barleben bei Magdeburg wieder auf Kurs. Bei einem Jahresumsatz von 6,5 Millionen Euro habe das Unternehmen das Leistungsniveau des Vorkrisenjahres 2008 wieder erreicht und sei auf moderates Wachstum eingeschwenkt, sagten die Geschäftsführer Detlef Mlynek und Bernd Annecke im Volksstimme-Gespräch.

"Wir können mit der derzeitigen Entwicklung sehr zufrieden sein", fügte Mlynek mit Blick auf das gute konjunkturelle Umfeld hinzu. Symacon sei bis Mitte nächsten Jahres ausgelastet, die Auftragseingänge lägen 50 Prozent über Plan. Damit sei die Wirtschafts- und Finanzkrise, die Symacon ohne Entlassungen und mit einem immer zumindest ausgeglichenem Betriebsergebnis durchstanden habe, kein Thema mehr.

Das Unternehmen begeht in diesen Tagen sein 40-jähriges Bestehen. Symacon – der Name steht für "Systeme Automation Control" – war aus dem 1971 gegründeten Magdeburger Forschungs-, Entwicklungs- und Rationalisierungsbetrieb für Schwermaschinen- und Anlagenbau (FER) hervorgegangen und 1993 von leitenden Angestellten übernommen worden. Symacon entwickelt und baut mit derzeit 63 Mitarbeitern unter anderem Montage- und Fertigungsanlagen und beschäftigt sich mit anspruchsvollen Roboterlösungen insbesondere für die Automobilzulieferindustrie. Auf Maschinen aus Barleben werden beispielsweise auch Airbagzünder in Silberhütte im Harz automatisch hergestellt und verpackt. Im Hause Symacon hergestellte spezielle Bildverarbeitungslösungen werden zudem unter anderem bei der optischen Qualitätskontrolle eingesetzt. Der Kundenkreis reicht von Konzernen wie Volkswagen und Bosch bis zu in Sachsen-Anhalt fest verankerten Unternehmen wie dem Autozulieferer BMB Steering in Schönebeck, Voith in Gommern sowie dem Getriebe- und Antriebshersteller GAW in Wernigerode oder dem Sodawerk in Staßfurt.

Mit einer neu entwickelten mobilen Roboterplattform zur Beschickung von Werkzeugmaschinen mache Symacon derzeit einen weiteren Entwicklungssprung, sagte Mlynek. "Damit steigen wir in die Kleinserienfertigung ein." Eine derartige Beschickungszelle, mit deren Hilfe Arbeitsabläufe wie Schleifen, Drehen, Entgraten, Prüfen oder Messen nach Bedarf automatisch mit Teilen versorgt werden können, ist beispielsweise in der KmB Technologie-Gesellschaft für rationelle Fertigung in Zerbst im Einsatz, einem großen Zulieferer für die Fahrzeugindustrie und den Maschinenbau.

Einen immer breiteren Raum nehme die Standardisierung der eigenen Techniken ein, umriss Mlynek ein wichtiges Themenfeld der Zukunft. Dahinter stehe der besonders von der Automobilindustrie gepflegte Plattformgedanke. "Dadurch sind wir in der Lage, unseren Kunden auch größere Projekte anbieten zu können."