Vor allem im ländlichen Raum ist das Ehrenamt des Rettungsschwimmers in der Krise. Obwohl zuletzt sogar mehr Rettungsschwimmer ausgebildet wurden, fehlt fast überall Personal. Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele junge Menschen zieht es nach der Lehre weg aus Sachsen-Anhalt. Sie fehlen natürlich am Beckenrand der heimischen Freibäder. Und das Interesse am Ehrenamt des Rettungschwimmers lässt insgesamt nach – trotz der Bemühungen der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft und der Wasserwacht.

Man kann den Eindruck gewinnen, dass der eine oder andere lieber am Computer daddelt, als die Rettungsschwimmerprüfung abzulegen. In diesem Jahr scheint es, als ob größere Ausfälle in den Freibädern mit großer Anstrengung noch vermieden werden konnten – auch wenn vereinzelt Bäder tage- oder stundenweise werden schließen müssen. Ob es aber auch zukünftig noch gelingt, den Betrieb der Bäder im Sommer abzusichern, ist mehr als fraglich.