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Rettungsschwimmer kritisieren mangelnde Unterstützung

23.06.2019, 12:35

Naumburg/Halle (dpa/sa) - Hilferuf der Rettungsschwimmer: Auf massive Probleme im ländlichen Raum angesichts fehlender Schwimmhallen hat der Vorsitzende der Wasserrettung Halle, Sven Thomas, hingewiesen. "Wenn nicht bald Fördermittel in Schwimmhallen fließen, und die Organisationen der Lebensretter wirksam unterstützt werden, ist die Sicherheit in Bädern ganzer Regionen des Landes nicht aufrecht zu erhalten", erklärte Thomas am Sonntag. Auch die Einsatzfähigkeit des Katastrophenschutzes sei absehbar gefährdet.

Er fordert mehr Unterstützung von Land und Kommunen. "Es ist politisch fahrlässig, wenn gerade in Regionen, die von den letzten "Jahrhunderthochwassern"‘ schwer getroffen wurden, so wenig getan wird, um eine einsatzfähige Wasserrettung vorzuhalten". Beim nächsten großen Hochwasser werde Sachsen-Anhalt wieder in Bayern um Hilfe bitten müssen.

Zuvor hatten sich bei der Landesmeisterschaft der Rettungsschwimmer die 11- bis 16-Jährigen aus Halle durchgesetzt. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der sportlichen Konkurrenz aus Magdeburg hätten die Hallenser den Wettkampf in Naumburg für sich entschieden.

Auf dem Wettbewerbsprogramm standen Tauchen, Schwimmen und Retten. An Land waren Erste-Hilfe-Aufgaben zu bewältigen. Neben Halle und Magdeburg hätten sich auch Teams aus Sangerhausen und Gräfenhainichen stark verbessert präsentiert. Es hätten aber Sportler aus dem Harz und dem Norden des Landes gefehlt, teilte Thomas weiter mit.