Magdeburg l Schwere Schlappe für den CDU-Bundestagsabgeordneten Kees de Vries (65). Der gebürtige Niederländer scheiterte bei der Nominierung des Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis 71 (dieser umfasst den Landkreis Anhalt-Bitterfeld sowie Teile des Salzlandkreises). De Vries schied bereits im ersten Wahlgang aus. In der Stichwahl setzte sich der Unternehmer Frank Wyszkowski (33) mit 153 zu 134 Stimmen gegen den Anhalt-Bitterfelder Landrat Uwe Schulze durch. Wyszkowski ist Geschäftsführer eines Hotels in Neugattersleben.

De Vries, von Haus aus Landwirt, sitzt seit 2013 im Bundestag. Seinerzeit gewann er mit 41 Prozent das Direktmandat. Das gelang ihm auch vier Jahre später wieder.

Auch im Wahlkreis 67 (Börde/Jerichower Land) gibt es Veränderungen. Manfred Behrens (64), schon seit 2009 im Bundestag, trat nicht wieder an. Dort setzte sich der Burger Stadtrat Gerry Weber (er führt ein Geschäft mit Online-Handel) mit 180 zu 150 Stimmen gegen Klaus-Christian Kühne (Wanzleben) durch.

Bei der Nominierung der CDU-Direktkandidaten für den Landtag in Dessau-Roßlau gewann überraschend Anja Schneider, Geschäftsführerin der Anhaltischen Hospiz- und Palliativgesellschaft, mit 58,8 Prozent der Stimmen gegen den Landtagsabgeordneten Jens Kolze.