Magdeburg (dpa) l  Am Donnerstag starten Zehntausende Schüler in Sachsen-Anhalt in die Sommerferien. Mehr als 193.000 Kinder und Jugendliche erhalten am Mittwoch ihre Zeugnisse. Da das nicht für alle ein schönes Ereignis ist, schaltet das Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt ein Sorgentelefon.

Alle, denen ihr Zeugnis eher Kopfschmerzen als Freude bereite, erhalten dort Rat und Tipps, heißt es. Nicht nur Schüler, sondern auch Eltern können sich dort melden, wenn sie das Zeugnis ihrer Kinder für problematisch halten. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) bietet ebenfalls eine Telefonseelsorge an, die auch bei Zeugnissorgen rund um die Uhr erreichbar sei.

Das Sorgentelefon des Landesschulamts ist am Mittwoch, 27. Juni, zwischen 10 und 15 Uhr erreichbar. Die Schulpsychologen stehen unter der Nummer (0345) 51 41 898 bereit.

Bildungsdezernentin Martina Klein mahnt, Zeugnisnoten nicht überzubewerten. "Zeugnisse geben ein Feedback. Nicht mehr und nicht weniger", sagte sie. Wer das Klassenziel nicht erreiche oder eine Prüfung nicht bestanden habe, sei deshalb nicht gleich zum Versager abgestempelt.

Pädagogen gesucht

Erst ab dem 9. August müssen die Kinder und Jugendlichen wieder die Schulbank drücken – davor liegen rund sechs Wochen Sommerferien. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) wünschte Schülern und Lehrern "beste Erholung" und ein gutes Auffüllen aller Reserven. Auch im kommenden Schuljahr bleibe es die zentrale Aufgabe, alle ausgeschriebenen Lehrerstellen zu besetzen. "Die Situation bleibt herausfordernd aber wir haben die Trendwende eingeleitet", sagte der CDU-Politiker. Sachsen-Anhalt kämpft wie viele andere Bundesländer mit einem Pädagogenmangel. Das Ministerium will in diesem Kalenderjahr 1000 neue Lehrer gewinnen. Kritiker halten das für zu wenig, um vor allem die zahlreichen Altersabgänge aufzufangen.

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