Leipzig/Halle (dpa) l Seismologen sind wegen zweier tiefer Erdbeben in der Region Leipzig-Halle beunruhigt. In einer Studie untersuchten Forscher aus Leipzig, Halle, Hannover und Potsdam zwei Beben in den Jahren 2015 und 2017. In einer Tiefe von 22 und 29 Kilometern hatten diese keine Schäden verursacht, waren jedoch weithin spürbar.

Neue Methoden zeigten, dass großräumige Verwerfungen in der Region durch Erdbeben reaktiviert werden könnten, teilte die Universität Leipzig am Donnerstag mit. Dann wären auch stärkere Beben denkbar, die zu Schäden führen könnten.

Auf solche Ereignisse sei man nicht gut vorbereitet, erklärte Sigward Funke, Leiter der Erdbebenüberwachung der Universität Leipzig. Es seien weitere geophysikalischen Forschungen nötig, um mögliche Konsequenzen für die Region zu verringern.