Magdeburg (dpa/sa) l Schnee und Eis können kommen – Sachsen-Anhalts Autobahn- und Straßenmeistereien sind auf den Winter vorbereitet. Mehr als 320 Räum- und Streufahrzeuge warteten auf ihren Einsatz, teilte Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) in Magdeburg mit. Rund 28 000 Tonnen Streusalz und knapp 1800 Tonnen Sole lagerten in den Hallen und Silos der Meistereien. In den kommenden Wochen würden auf einer Länge von knapp 150 Kilometern Schneezäune errichtet. "Wenn es drauf ankommt, stehen rund 770 Mitarbeiter bereit", erklärte Webel. Bei starkem Schneefall und Eisglätte könnten sie aber natürlich nicht überall im Land gleichzeitig für freie Strecken sorgen.

Webel forderte die Autofahrer auf, sich ebenfalls für die kalte Jahreszeit zu wappnen. "Ich appelliere an alle Kraftfahrer, die Fahrzeuge unbedingt wintertauglich auszurüsten und ihr Fahrverhalten der jeweiligen Situation, nämlich Eis und Schnee, anzupassen." Besondere Aufmerksamkeit sei in Kurven, an Anstiegen und auf Strecken mit Gefälle geboten. "Die Mitarbeiter im Winterdienst sind hoch motiviert und tun alles, um die Straßen optimal zu räumen und zu streuen. Unmögliches kann aber niemand leisten. Und ohne Rücksicht aller Verkehrsteilnehmer auf die Räum- und Streufahrzeuge funktioniert ein guter Winterdienst nicht."

Der Winterdienst 2017/18 hatte den Angaben zufolge auf den Autobahnen durchschnittlich 11,6 Tonnen Feuchtsalz je Kilometer und Richtung gestreut. Auf den Bundesstraßen seien es 6,7 Tonnen und auf den Landesstraßen 5,6 Tonnen je Straßenkilometer gewesen. Alles in allem landeten Streusalz und Sole im Wert von 4,2 Millionen Euro auf den Fahrbahnen. Das Land ist für den Winterdienst auf Autobahnen, Bundes und Landstraßen verantwortlich sowie für einige Kreisstraßen. Für die meisten Kreis- und kommunalen Straßen sind die Landkreise und die jeweiligen Gemeinden zuständig.