Magdeburg l Glatteis hat am Dienstagabend zu mehreren Lkw-Unfällen bei Magdeburg geführt. Gegen 20 Uhr hatte feiner Nieselregen weite Teile der Landeshauptstadt und der angrenzenden Autobahn 14 in eine spiegelglatte Eislandschaft verwandelt. Während es im städtischen Bereich nur noch im Schritttempo voranging, kam der Verkehr an der Auf- und Abfahrt Magdeburg-Sudenburg im wahrsten Sinne zum erliegen. Durch extreme Straßenglätte verlor die 40-jährige Fahrerin eines 40-Tonners die Kontrolle in einer Abfahrtskurve und kippte zur Seite. Ein nachfolgender Post-Lkw konnte gerade noch ausweichen, fuhr aber in einen Graben. Dessen 59-jähriger Fahrer blieb unverletzt. Ein dritter Lastwagen konnte noch rechtzeitig abbremsen und kam einige Meter vor der Unfallstelle zum stehen.

Die angerückte Feuerwehr musste die Fahrerin des ersten verunglückten Lkw aus ihrer Fahrerkabine befreien. Sie wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus verbracht. Die Abfahrt blieb bis in die frühen Morgenstunden gesperrt, da erst der tonnenschwere Postlaster geborgen werden musste. Im Anschluss wurden 15 Tonnen Fahrzeugteile aus dem umgekippten Laster entladen und auch dieser wieder auf alle Räder gestellt.

Keine zwei Stunden später schlitterte der nächste Lastwagen an einem schweren Unfall vorbei. In der gegenüberliegen Abfahrt kam ein Laster aufgrund der spiegelglatten Fahrbahn nach links von der Straße ab und landete in einem Graben. Auch hier war schweres Gerät nötig, um den Brummi wieder auf die Straße zu befördern.

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Ein weiterer glättebedingter Lkw-Unfall hat sich am Morgen auf der B81 bei Langenweddingen (Landkreis Börde) ereignet. Hier rutschte ein Kieslaster in den Graben.

Auch bundesweit kam es zu vielen Glatteisunfällen. Mindestens ein Mensch kam ums Leben. Hier geht es zur Übersicht.