Warnstreiks im Einzelhandel fortgesetzt

Die Gewerkschaft Verdi lässt nicht locker. Auch am Wochenende gibt es Warnstreiks bei den Einzelhändlern - weitere sollen folgen.

Leipzig (dpa) - Die Warnstreiks im Einzelhandel von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind am Samstag fortgesetzt worden. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich hunderte Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen. Unter anderem gab es Ausstände in Leipzig, Chemnitz, Gera, Magdeburg und Dresden. Betroffen waren wiederholt Filialen von Kaufhof, Kaufland, H&M und Obi. Die Handelsverbände waren für eine Stellungnahme zu den Auswirkungen zunächst nicht erreichbar.

Der Verkauf werde so lange behindert, bis es ein angemessenes Gehaltsangebot gebe, hieß es bei Verdi. Bis zum Abschluss eines neuen Tarifvertrags sollen einzelne oder gebündelte Ausstände durchgeführt werden. Der Termin für die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern wurde vom 18. Juli auf den 2. August verschoben.

Bereits in den vergangenen Tagen und Wochen waren Beschäftigte der Branche in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den Warnstreik getreten. Verdi fordert sechs Prozent mehr Geld. Dabei soll der Tarifvertrag für alle gelten. Bereits vor den Verhandlungen hatten die Arbeitgeber die Forderungen als überzogen bezeichnet. Sie boten bisher 1,5 Prozent und im Folgejahr nochmals 1 Prozent mehr Geld.