Calvörde/Tanne/Königshütte l Die Pegel vieler Flüsse in Sachsen-Anhalt steigen weiter langsam an: In Wolmirstedt (Landkreis Börde) überschritt die Ohre die Alarmstufe 1. In Calvörde wurde deshalb das Wehr gezogen. Im Harz liegen die Wasserstände wieder knapp unter den Meldegrenzen. Die Alarmstufen der letzten beiden Tage konnten ersteinmal zurückgenommen werden. Eine akute Hochwassergefahr für die Bevölkerung besteht derzeit nicht. Dennoch sorgen sich viele Menschen an Bode, Ilse und Holtemme.

So auch Lillie Herford. Sie wohnt direkt an der "Warmen Bode" in Tanne und hat schon ein lebensgefährliches Hochwasser hinter sich. Frau Herfort weiß, wie schnell das Wasser kommen kann: „Wir haben ständig Kontakt mit der Feuerwehr. Es ist immer beängstigend und man ist froh, wenn alles glimpflich abgelaufen ist", so die Rentnerin. „Erst in der vergangenen Woche hat unsere Feuerwehr Sandsäcke auf dem Grundstück von Frau Herfort verlegt", so der Nachbar Gerald Grimm.

Jetzt hoffen alle, dass die Pegel nicht weiter steigen. Derzeit ist in den Harzer Überflutungsgebieten noch ausreichend Platz, so dass starke Niederschläge teilweise aufgefangen werden können. Damit dies auch so bleibt, wird auch aus dem Staubecken "Mandelholz" bei Königshütte kontrolliert Wasser abgelassen.