Wernigerode/Goslar (dpa/mg) l Viele Ausflügler haben sich am Samstag wieder auf den Weg in den tief verschneiten Oberharz gemacht, um zu rodeln oder Winterwanderungen zu unternehmen. Anders als am vergangenen Wochenende habe es aber bislang keinen Ansturm auf beliebte Orte wie den Wernigeröder Ortsteil Schierke gegeben, sagte ein Sprecher des Polizeireviers Harz in Halberstadt. Man müsse aber abwarten, hieß es. Im Blick hätten die Einsatzkräfte die Einhaltung der Corona-Eindämmungsverordnung und die Verkehrssituation.

Das bestätigte auch Andreas Meling, Geschäftsführer der Wernigerode Tourismus GmbH. "Nach dem vergangenen Extremwochenende kann ich sagen, dass die Appelle gewirkt haben. Aktuell kommen zwar Besucher, aber es ist viel entspannter", sagte er am Samstagvormittag. Am Mittag sei das Parkhaus in Schierke zu rund 60 Prozent belegt gewesen, ergänzt Kristin Dormann. Wie die Sprecherin der Wernigeröder Stadtverwaltung berichtet, war die Polizei im Brockenort mit drei Fahrzeugen unterwegs, um notfalls einschreiten zu können.

Die Polizei Goslar schrieb am Vormittag auf Facebook: "Bereits jetzt lässt sich feststellen, dass sich weniger Menschen auf den Weg in den Harz gemacht haben. Und die, die uns besuchen, verteilen sich gleichmäßiger auf die Region." Man habe bisher nur vereinzelt tätig werden müssen und nur wenige Verstöße gegen die Hygienevorschriften festgestellt, hieß es weiter. Auf niedersächsischer Seite sind besonders die Gebiete rund um Torfhaus und Braunlage beliebt. Hier war es am vergangenen Wochenende wegen des großen Andrangs zu teils chaotischen Zuständen auf Straßen und Parkplätzen gekommen.