Wernigerode l In der Nacht zum Dienstag purzelten die Temperaturen weiter. Das Thermometer sank auf dem Brocken auf knapp minus 18 Grad Celsius. Ein eisiger Wind stürmte mit Böen von 60 km/h über den Harzgipfel. Die gefühlten Werte erreichten so minus 32 Grad. Am Montag war der Sturm noch stärker gewesen. Die gefühlten Werte hatten sogar minus 41 Grad erreicht.

Nur erfahrene und gut ausgerüstete Wanderer sollten bei diesen extremen Wetterwerten den Brocken zu Fuß besteigen. Es ist sicherer, mit der Bahn zu fahren. 

Außerdem fällt die Gaststätte "Zum Brockenwirt" als Zufluchtsort aus. Das Ausflugsziel am Bahnhof ist für knapp drei Wochen wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Der Touristensaal im Brockenhotel hat aber weiter geöffnet.

Wer in Sachsen-Anhalt vor die Haustür geht und nicht frieren will, muss sich auch am Dienstag wieder warm einpacken. Nach einer kalten Nacht mit Tiefsttemperaturen von bis zu minus 18 Grad auf dem Brocken bleibt es tagsüber "wahnsinnig kalt", sagte Meteorologin Cathleen Weber vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Bei einer Mischung aus Sonne und Wolken liegen die Temperaturen tagsüber bei minus drei bis minus sechs Grad. Dabei bleibt es verbreitet trocken. In der Altmark und im Landkreis Börde sei aber leichter Schneefall möglich.

In der Nacht zum Mittwoch sollen die Temperaturen laut den Wetterexperten aufgrund eines klaren Himmels weiter sinken. "Es wird noch einmal eine Schippe kälter", sagte die Meteorologin. Im Flachland gehe man von Temperaturen von minus 14 Grad aus. In höheren Lagen sei dagegen mit bis zu minus 20 Grad zu rechnen. Den Angaben zufolge soll es bis Freitag weiter eisig kalt bleiben, ehe es am Wochenende etwas freundlicher wird. (mit dpa)