Halle (dpa) l Nachdem Zoos und Tierparks wieder öffnen durften, haben Tausende Menschen in Sachsen-Anhalt die Freizeiteinrichtungen besucht. Allein in den Zoos in Halle und Magdeburg sind in den vergangenen sechs Tagen knapp 5000 beziehungsweise fast 10 000 Besucherinnen und Besucher gezählt worden. In Aschersleben waren es 2000, der Tiergarten Stendal teilte mit, dass knapp 800 Menschen die Einrichtung besucht hätten. Wegen der Hygienemaßnahmen konnte jedoch nur eine bestimmte Zahl an Gästen eingelassen werden. So geht der Tierpark Dessau davon aus, dass im Vergleich zum Vorjahr knapp 20 000 Besucher fehlen.

Im Zoologischen Garten Magdeburg waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur knapp 1000 Besucher weniger gezählt worden. Der Zoo betonte jedoch, dass bei den sonnigen Tagen unter normalen Umständen deutlich mehr Gäste gekommen wären. Zudem sei die Einrichtung nun zwölf statt neun Stunden geöffnet.

Aus den Zoos und Tierparks heißt es, dass die Öffnung zwar eine wirtschaftliche Erleichterung bringe, unter den aktuellen Umständen jedoch kein Regelbetrieb finanziert werden könne. "Mit den Auflagen, Einschränkungen zur Eindämmung von Covid-19 sind wirtschaftliche Einbußen im Zoo Magdeburg spürbar", heißt es. Einnahmen aus Veranstaltungen oder Führungen fehlten weiterhin, zudem müsse zusätzliches Personal für die verlängerten Öffnungszeiten und Reinigungen bezahlt werden. Ähnlich äußerte sich der Bergzoo in Halle. "Generell kann der finanzielle Mehraufwand durch die aktuellen Besucherzahlen nicht kompensiert werden", teilte der Zoo in Aschersleben mit.

Aus Stendal heißt es zwar, dass sich der Mehraufwand für die Einrichtung und Kontrolle der Hygieneregeln in Grenzen halte, dies könne sich jedoch ändern, wenn wieder mehr Menschen in den Tiergarten gelassen werden. Während in diesem Jahr insgesamt rund 7000 Menschen die Freizeiteinrichtung besucht hätten, seien es im Vergleichszeitraum 2019 mehr als 20.000 Gäste gewesen.

Wegen der finanziellen Einbußen haben verschiedene Einrichtungen auch zu Spenden aufgerufen. Im Tierpark Dessau habe beispielsweise rund die Hälfte der Besucher freiwillig einen erhöhten Eintritt gezahlt.