Willingmann: Tests für die Innengastronomie nicht abschaffen

Von dpa
Ein Kellner räumt in einem Restaurant einen Tisch ab.
Ein Kellner räumt in einem Restaurant einen Tisch ab. Sebastian Gollnow/dpa

Magdeburg - In Restaurants bewirtete Gäste sollten aus Sicht von Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) vorerst weiter negative Corona-Tests vorlegen müssen. „Die nun geforderte Aufhebung der Testpflicht in der Innengastronomie sehe ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt skeptisch und halte sie für verfrüht“, sagte Willingmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg.

„Da die Gäste an ihren Plätzen keine Maske tragen müssen, beim Essen auch keine tragen können und sich der Aufenthalt über einen längeren Zeitraum in einem geschlossenen Raum abspielt, wissen wir aus der Aerosol-Forschung, dass hier ein potenziell höheres Ausbreitungsrisiko besteht.“ Dem sollte mit der Testpflicht begegnet werden. „Unternehmer wie Gäste zeigen hier, dass sie Ansteckungsrisiken reduzieren wollen“, erklärte Willingmann.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Sachsen-Anhalt hatte die Abschaffung der Testpflicht gefordert und auf unterschiedliche Länderregelungen hingewiesen, die den Wettbewerb verzerrten. In angrenzenden Bundesländern könne man sich je nach Inzidenzwert zu einem Spontanbesuch im Restaurant ohne Test entscheiden.

Minister Willingmann betonte, es könne keine „ewige Testpflicht“ für die Innengastronomie geben. „Wir sollten daher im Rahmen unserer Eindämmungsmaßnahmen nun diskutieren, wann darauf auch wieder verzichtet werden kann. Ein niedriger Inzidenzwert von gewisser Dauer ist dafür unerlässlich - im Interesse der Gäste, der Unternehmer und der Wirtschaft insgesamt, insbesondere in unseren touristischen Zentren.“