Zukunft der Kinos: Kongress „Kino Vision“ erstmals digital

Von dpa
Der Filmprojektor leuchtet im Kino.
Der Filmprojektor leuchtet im Kino. Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Berlin/Erfurt - Die Zukunft des Kinos hängt nach Ansicht eines Branchenexperten auch davon ab, wie gut die Jugend mit ihren veränderten Sehgewohnheiten angesprochen wird. Das Erlebnis eines Films im Kino sei ein völlig anderes, als wenn man eine Produktion das erste Mal auf dem Handy, am Tablet oder an einem Fernsehbildschirm verfolge, sagte der Geschäftsführer des am Mittwoch gestarteten Kongresses „Vision Kino 21“, Leopold Grün, in Berlin.

„Wenn man darüber nachdenkt, wie es mit dem Kinos nach dieser schwierigen Pandemiezeit weitergehen kann, dann muss man die Jugend mitnehmen“, so Grün. „Denn sonst kriegt man die nicht von ihren digitalen Endgeräten los.“ Die Kulturtechnik des Kinos bleibe aber relevant.

Die bereits für November 2020 in Erfurt angedachte zweitägige Veranstaltung war am Morgen unter anderem mit einer Grußbotschaft von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) als Gastgeber erstmals digital aus dem Kino Delphi Lux in Berlin gestartet. Dass die teilnehmenden Lehrkräfte, Kinobetreiber, Filmverleiher, Produzenten und weitere sich erstmals im digitalen Raum statt in einem Erfurter Kinosaal treffen, habe auch Vorteile. So können in diesem Jahr laut Grün mit rund 300 Anmeldungen weitaus mehr Interessierte dem Kongress beiwohnen.

Unter anderem soll es darum gehen, wie Kino in der Zukunft umgestaltet und als Kulturraum ausgebaut werden kann, etwa als Austragungsort für Festivals. Auch die Positionierungen gegen rechten Populismus sowie interkulturelle Filmbildung werden Teil eines Panels sein.