Magdeburg (dpa) l Tausende Schülerinnen und Schüler wagen in Sachsen-Anhalt am Donnerstag einen Blick hinter die Kulissen in einen eher ungewöhnlichen Beruf. Beim Zukunftstag sollen die Mädchen in klassische Männerberufe reinschnuppern und Jungen typische Frauendomänen kennenlernen. Es gehe darum, die Grenzen aufzuweichen, die oft mit Geschlechterklischees verbunden seien, erklärte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) die Idee der Aktion.

Im ganzen Land vergaben Behörden und Unternehmen die Plätze für Fünft- bis Zehntklässler. Im Vorjahr beteiligte sich laut Ministerium fast jeder fünfte Schüler der angesprochenen Altersgruppe an der Aktion.

Dieses Mal öffnen etwa die Berufsfeuerwehr in Magdeburg und die Polizei in Dessau-Roßlau ihre Türen für Jugendliche. Auch der Fertigbackwaren-Hersteller Aryzta in Eisleben oder der Pflegedienstleister Humanas in Brehna sind dabei. Oder doch lieber Forscher werden? Diesen Wunsch wollen unter anderem die Wissenschaftler vom Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle wecken. In einem Magdeburger Leibniz-Institut können die Jugendlichen den Experten beim Experimentieren im Hirnforschungslabor über die Schulter schauen. Der Bildungsminister wird mit fünf Schülern den Magdeburger Standort des IT-Riesen IBM besuchen.