Magdeburg (dpa/sa) - Die Lösung könnte so einfach sein. "Wir müssen das gut machen, was wir gut können", sagte Magdeburgs Trainer Jens Härtel mit Blick auf das Liga-Auswärtsspiel am Samstag bei Darmstadt 98. Bisher machte es der Aufsteiger in der 2. Fußball-Bundesliga mal mehr, mal weniger gut. Meist fehlten Kleinigkeiten, um Punkte mitzunehmen. Das brachte den FCM fast auf einen Abstiegsplatz. Nach drei sieglosen Spielen nacheinander, davon zuletzt zwei Niederlagen, steht der Tabellen-15. erheblich unter Druck. "Darmstadt ist extrem gefährlich bei Standards und hat dazu noch eine sehr hohe individuelle Qualität. Trotzdem wollen wir was mitnehmen", erklärte Härtel am Donnerstag.

Gegen die Darmstädter schied der FCM im August in der ersten DFB-Pokalrunde mit 0:1 aus. Im intensiven Videostudium zeigten Härtel und sein Trainerstab den Spielern Situationen, "in denen sie es hätten besser machen können. Jetzt gilt es, das alles umzusetzen", forderte Härtel, der wie seine Mannen auf den zweiten Saisonsieg hofft.

Im Pokal agierten die Magdeburger mit einem 3-4-3-System. Aber auch eine Viererkette in der Defensive wäre möglich. "Es kann schon sein, dass das so ähnlich wie im Pokalspiel aussehen wird", sagte Härtel. Er muss aber wahrscheinlich auf seine beiden Abwehrspezialisten Steffen Schäfer und Romain Bregerie verzichten. Schäfer plagt sich mit Magen-Darm-Problemen, Bregerie hat einen Schlag an der Wade abbekommen. Derweil sind Joel Abu Hanna und Mergim Berisha wieder im Training. Anders sieht es bei Mittelfeldspieler Rico Preißinger aus, der sich im September einen Mittelfußbruch zuzog. "Er hat noch ein paar Wochen vor sich, bevor er ins Mannschaftstraining einsteigen kann", sagte Härtel.

Die Stimmung im Team ist trotz des noch ausbleibenden Erfolgserlebnisses gut. "Die Mannschaft weiß, worauf es ankommt, wir durften trotzdem die Lockerheit und den Spaß nicht verlieren. Trotzdem sind wir fokussiert", meinte Mittelfeldspieler Philip Türpitz. Er selbst hat bei sich auch noch erhebliches Steigerungspotenzial ausgemacht: "Ich arbeite daran, das ein oder andere Mal häufiger in die Box zu kommen, um torgefährlicher zu werden." Bisher erzielte der 27-Jährige drei Saisontreffer. In der Aufstiegssaison hatte er in Liga drei 17 Mal getroffen.

Derweil ist der Respekt in Darmstadt groß. Coach Dirk Schuster, der von März 1988 bis Sommer 1990 in der DDR-Oberliga für Magdeburg spielte, warnte vor dem FCM. "Magdeburg ist in der Liga angekommen. Wie auch bei uns, kommt es bei ihnen in jedem Spiel auf Kleinigkeiten an. Ich habe sie in Sandhausen gesehen, wo sie ein gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen haben", sagte Schuster.

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