Halle (dpa/sa) - Der Anteil erneuerbarer Energien an Sachsen-Anhalts Stromproduktion ist im vergangenen Jahr gesunken. Nach 53 Prozent im Jahr 2017 habe er nun 51,2 Prozent betragen, teilte das Statistische Landesamt in Halle am Montag mit. Aus Wind und Biomasse seien 7,5 Prozent weniger Strom als im windreichen Vorjahr erzeugt worden.

Die gesamte Bruttostromerzeugung in Sachsen-Anhalt habe bei 26,7 Milliarden Kilowattstunden gelegen und damit etwa auf dem Wert des Vorjahres. 13,7 Milliarden Kilowattstunden entfielen auf die erneuerbaren Energien, wobei der Anteil der Windenergie wie in den Jahren zuvor bei knapp 60 Prozent lag. Biomasse habe einen Anteil von 21,6 Prozent beim Strom aus erneuerbaren Energien gehabt.

Photovoltaik lag mit 17,7 Prozent oder 2,4 Milliarden Kilowattstunden Strom auf Platz drei der erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt. Dank des sonnenreichen Jahres wurde 2018 laut den Statistikern ein Plus von 22,8 Prozent registriert.

Mit Blick auf die Stromproduktion insgesamt im Land steuerte die Windenergie mit 30,5 Prozent den größten Anteil bei, wie die Statistiker mitteilten. Braunkohle habe einen Anteil von 27,8 Prozent und Erdgas einen von 15,1 Prozent gehabt. Insgesamt gehört Sachsen-Anhalt bei der Nutzung erneuerbarer Energien für die Stromerzeugung weiter zu den Vorreitern: Bundesweit liegt deren Anteil nur bei 35 Prozent.

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