Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind von Sonntag auf Montag weitere 222 Corona-Fälle gemeldet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums machen derzeit rund 2960 Sachsen-Anhalter aktiv eine Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 durch. Das sind gut 310 mehr als am Montag vor einer Woche. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Corona-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, von 661 auf 772. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr starben 106 Sachsen-Anhalter mit einer Corona-Infektion. Im Vergleich zum Sonntag kam ein Toter aus dem Salzlandkreis dazu.

Das Jerichower Land ist mit mehr als 127 Fällen je 100 000 Einwohnern und Woche weiterhin am stärksten betroffen. Die meisten neuen Fälle meldete am Montag der Landkreis Börde. Dort wurde jede dritte neu nachgewiesene Corona-Infektion gemeldet (68 von 222 Fällen).

Bund und Länder hatten für den gesamten November verordnet, das öffentliche Leben herunterzufahren. Mit Kontaktbeschränkungen und der Schließung von Freizeit-, Kultur-, Sport- und Gastgewerbe-Betrieb soll die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden. Ziel ist es, wieder weniger als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche zu haben, um das Infektionsgeschehen besser zu kontrollieren.

Im Landesschnitt liegt Sachsen-Anhalt weiterhin über dieser Marke. Laut Gesundheitsministerium kamen auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche 65,56 Neuinfektionen. Das war etwa das Niveau vom Montag vor einer Woche. Allerdings liegen einige Kreise schon deutlich darunter. So lag der Anteil der Infizierten je 100 000 Einwohner und Woche im Kreis Stendal bei rund 27 und in Dessau-Roßlau bei etwa 14.

Mitteilung des Gesundheitsministeriums Sachsen-Anhalt zu den aktuellen Corona-Fallzahlen