Erfurt/Gotha (dpa) - Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert mit 245 000 Euro ein Projekt der Forschungsbibliothek Gotha der Uni Erfurt. Konkret geht es um die Erschließung des Briefverkehrs und anderer Dokumente des Gelehrten und Staatsmannes Veit Ludwig von Seckendorff (1626–1692), wie die Universität Erfurt am Donnerstag mitteilte. Dabei handelt es sich um mehr als 7700 Dokumente aus insgesamt 26 Archiven und Bibliotheken.

Von Seckendorff wird den Angaben zufolge als Begründer der modernen, wissenschaftlich fundierten Verwaltungslehre angesehen. Nachdem er in den Diensten des Herzoghauses Sachsen-Gotha-Altenburg bereits Karriere gemacht hatte, wechselte er an die Verwaltungsspitze des Herzogtums Sachsen-Zeitz. Kurz vor seinem Tod wurde er zum Gründungskanzler der Universität Halle ernannt.

Die nun zu erforschenden Unterlagen werden vor allem in den Staatsarchiven Altenburg, Gotha und Meiningen aufbewahrt, die zum Landesarchiv Thüringen gehören. Weiteres Material kommt unter anderem aus dem Hauptstaatsarchiv Dresden und dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt aus Wernigerode, mit denen die Forschungsbibliothek Gotha eng zusammenarbeitet.