Magdeburg (dpa/sa) - Mehr als 3000 Menschen in Sachsen-Anhalt sind derzeit nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Nach 300 gemeldeten Neuinfektionen von Donnerstag auf Freitag sei die Zahl der Infektionen seit Ausbruch der Pandemie auf 7945 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. 4849 Infizierte gelten als genesen, die restlichen 3096 Menschen haben die Infektion demnach noch nicht hinter sich. Von 100 000 Sachsen-Anhaltern haben sich in den vorigen sieben Tagen 65,66 mit dem neuartigen Virus infiziert.

46 Menschen liegen in Sachsen-Anhalt derzeit mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation, 26 davon werden beatmet. Die Pandemie breitet sich in den 14 Kreisen mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit aus: Während sich im Burgenlandkreis pro 100 000 Einwohner und sieben Tagen zuletzt rund 120 Menschen ansteckten, waren es in Dessau-Roßlau nur 22. In Halle, das lange Schwerpunkt der Pandemie in Sachsen-Anhalt war, lag der Wert bei rund 49, in Magdeburg bei rund 69.

Bund und Länder haben mindestens für November ein erneutes Herunterfahren des öffentlichen Lebens angeordnet, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Es gelten Kontaktbeschränkungen, das Gastgewerbe sowie der Freizeit-, Sport- und Kulturbetrieb müssen größtenteils ruhen. Ziel ist es, die Zahl der Neuinfektionen mindestens unter 50 Fälle je 100 000 Einwohner und Woche zu drücken, damit die Gesundheitsbehörden Kontaktketten nachverfolgen und eine exponentielle Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 verhindern können.