Magdeburg (dpa/sa) - Magdeburg setzt mit einer Aktionswoche ein Zeichen gegen rechte Versuche, den Jahrestag der Zerstörung der Innenstadt am Ende des Zweiten Weltkrieges zu vereinnahmen. Die Initiative Weltoffenes Magdeburg hat ein Programm mit mehr als 40 Veranstaltungen und Aktionen organisiert, wie die Sprecherin Birgit Bursee am Donnerstag sagte. Geplant seien unter dem Motto "Eine Stadt für alle" Konzerte, Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen und Mitmachaktionen. 90 Vereine, Verbände und Gruppen bringen sich ein.

Zum Auftakt für den Abend des 16. Januar sei ein gemeinsames Singen auf dem Alten Markt geplant. Familien mit Kindern sollen bei drei Laternenumzügen Friedenslieder mitsingen. Zwölf Chöre und Ensembles hätten schon zugesagt. Im vergangenen Jahr waren laut der Initiative rund 2000 Magdeburger beim Auftakt dabei gewesen.

Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) ist Schirmherr der Aktionswoche. Er sagte, es liege wie in den Jahren zuvor eine Anmeldung für eine rechte Demonstration vor. Auf zehn Jahre habe ein privater Anmelder sie jeweils für den 17. Januar eingereicht. Bursee sagte, mit Mahnwachen etwa wolle die Initiative Weltoffenes Magdeburg zentrale Plätze in der Innenstadt und Gedenkorte besetzen. Dafür würden möglichst viele Magdeburger gebraucht. Die Aktionswoche endet am 22. Januar.

Am 16. Januar 1945 wurde die Innenstadt Magdeburgs bei einem Luftangriff in Schutt und Asche gelegt. Durch alliierte Bomben starben Tausende Menschen.

Infos zur Aktionswoche "Eine Stadt für alle" der Initiative Weltoffenes Magdeburg