Magdeburg (dpa/sa) - Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt müssen vorerst weiter drei Stunden pro Woche länger arbeiten als ihre Kollegen im Westen. Gespräche zwischen der IG Metall und dem Verband der Metall- und Elektroindustrie (VME) Sachsen-Anhalt über eine Angleichung sind bislang ohne Ergebnis geblieben, wie beide Seiten am Montag mitteilten.

IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger kritisierte die Arbeitgeber, es gebe 30 Jahre nach der Deutschen Einheit keinen sachlichen Grund für die längere Arbeitszeit im Osten. Im Osten liegt die Wochenarbeitszeit bei 38 Stunden, im Westen bei 35.

"Wir erwarten eine zügige Fortsetzung der Gespräche für das Tarifgebiet Sachsen-Anhalt. Das Thema Arbeitszeitverkürzung werden wir mit allen Belegschaften auf die Tagesordnung setzen, Betrieb für Betrieb", erklärte Gröger. Der Sprecher des Verbands der Metall- und Elektroindustrie, Jan Pasemann, sagte: "Wir sind an einer Lösung interessiert und arbeiten auch daran." Der Gesprächsprozess sei nicht beendet.