Magdeburg (dpa/sa) - Die Landeswahlleiterin und der Landesbehindertenbeauftragte von Sachsen-Anhalt haben an die Parteien appelliert, zur Landtagswahl 2021 mehr Frauen und Behinderte aufzustellen. Derzeit seien gerade einmal 25 Prozent der Landtagsabgeordneten Frauen, teilte Landeswahlleiterin Christa Dieckmann am Dienstag in Magdeburg mit. Deshalb sollten die Parteien den Fokus verstärkt auf die Gewinnung von Frauen als Kandidatinnen für den Landtag richten, um vorhandene Potenziale zu nutzen.

Außerdem seien die Parteien gefordert, den Inklusionsgedanken im Wahlrecht bei der Aufstellung ihrer Bewerber zu berücksichtigen, betonten Dieckmann und der Landesbehindertenbeauftragte Christian Walbrach. Dauerhaft vollbetreute Menschen seien nicht mehr von der Teilnahme an den Landtagswahlen ausgeschlossen. Eine entsprechende Änderung des Landeswahlrechts sei Anfang Dezember in Kraft getreten.