Magdeburg (dpa) - Nach jahrelangen Planungen und Verzögerungen soll in diesem Jahr der Bau der Ortsumgehung Bad Kösen im Burgenlandkreis beginnen. Der Start der eigentlichen Bauarbeiten sei für Ende 2020 geplant, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Seit vorigem Jahr liefen bereits die Vorbereitungen. Unter anderem seien die Archäologen vor Ort. Die 13,3 Kilometer lange Trasse quert das Feld der Schlacht bei Jena und Auerstedt aus dem Jahr 1806, deswegen gibt es dort archäologische Grabungen. Die Ortsumgehung als Bundesstraße 87n soll nach jetzigem Plan 116,8 Millionen Euro kosten.

Der Bau war lange geplant. In der Vergangenheit verzögerten unter anderem eingereichte Klagen beim Bundesverwaltungsgericht das Projekt. Zuletzt bekam die Ortsumgehung eine neue Priorität: Im Zuge des Anfang 2019 von einer Kommission vereinbarten Kohleausstiegs bis 2038 meldete Sachsen-Anhalt die Straße als Sofortprojekt beim Bund an. Bad Kösen ist ein Ortsteil von Naumburg und liegt im Mitteldeutschen Revier. Dort ist die Kohle ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Hilfen des Bundes sollen die Folgen des Kohleausstiegs abmildern.