Magdeburg (dpa/sa) - Der Baugewerbe-Verband Sachsen-Anhalt fordert mit Blick auf den wirtschaftlichen Neustart im Zuge der Corona-Krise Investitionen nicht aus dem Augen zu verlieren. Notwendig seien ein Konjunkturpaket für Kommunen, die Fortsetzung der erhöhten Abschreibungen im Mietwohnungsbau sowie die Weiterführung des Baukindergeldes, teilte der Verband am Mittwoch in Magdeburg mit. Für die Bauwirtschaft zeichne sich ein deutlicher Auftragsrückgang für das zweite Halbjahr 2020 ab, hieß es zu Begründung.

Wie weiter mitgeteilt wurde, sei der bislang sehr umsatzstarke Wirtschaftsbau vor allem durch Impulse aus dem Dienstleistungsbereich und dem Handel getragen gewesen. "Infolge des Lock-Downs werden aber zwischenzeitlich viele Investitionen im Wirtschaftsbau storniert oder auf unbestimmte Zeit verschoben", so der Verband. Außerdem würden den Kommunen als wichtigsten öffentlichen Auftraggebern zunehmend die Gewerbesteuer sowie Einnahmen und Gebühren aus kommunalen Betrieben wegbrechen. Dies werde die Investitionsbereitschaft von Städten und Gemeinden in den kommenden Monaten erheblich einschränken.

Um den Mietwohnungsbau zu befördern, sollten die erhöhten Abschreibungen im Mietwohnungsbau nach dem Auslaufen der momentan bis 2021 befristeten Regelungen fortgesetzt werden. Dadurch werde der Bau von Mietwohnungen forciert. Die bisherige Antragstellung zum Baukindergeld zeige, dass dadurch vor allem junge Familien beim Eigenheimerwerb unterstützt würden.

Mitteilung des Baugewerbeverbands Sachsen-Anhalt