Magdeburg (dpa/sa) - Die Zentrale des Landesbaumanagements (kurz BLSA) liegt ab November im Magdeburger Wissenschaftshafen. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten werde derzeit vorbereitet, sagte der neue Chef der Behörde, Andreas Grobe, am Dienstag in Magdeburg. Bis voraussichtlich Herbst 2025 sollen 100 Beschäftigte den sogenannten Speicher A sowie Büros in der Nachbarschaft nutzen. Zuvor hatte die Behörde im Frühjahr seine Zentrale wegen Einsturzgefahr geräumt.

Unter anderem wurden Risse in der Decke entdeckt. Das BLSA-Team hatte das Gebäude in unmittelbarer Nähe des vorgesetzten Finanzministeriums erst eineinhalb Jahre vor der Räumung bezogen. Es verwaltet nach eigenen Angaben knapp 1000 Liegenschaften sowie 280 000 Quadratmeter Mietflächen. Die einsturzgefährdete frühere BLSA-Zentrale gehört dem Land. "Ein Abriss ist wahrscheinlich", sagte Finanzstaatssekretär Rüdiger Malter. Ein Neubau könnte das Bröckelgebäude ersetzen.

Das BLSA geriet in der Vergangenheit wiederholt in die Kritik, weil sich Großbauprojekte massiv verzögern und verteuern. Als Paradebeispiele gilt etwa das Gelände der Polizeiinspektion in Magdeburg. Sie beherbergt ein Haus, das schon 2011 von den Gewerkschaften zum "schlechtesten Dienstgebäude Deutschlands" gekürt wurde. Erst voriges Jahr starteten die lange geplanten Sanierungsarbeiten. Im Jahr 2025 sollen sie, Stand jetzt, fertig sein.

Der neue BLSA-Chef sagte, sein Team stehe zu Unrecht so harsch in der Kritik. Die Außenwirkung müsse dringend verbessert werden. Finanzstaatssekretär Malter verwies darauf, dass oft veränderte Wünsche der Ministerien oder Gesetzesgrundlagen dazu führten, dass aufwendig umgeplant werden müsse. Das koste Zeit. Auch die Tatsache, dass die gut ausgelastete Bauwirtschaft sich mitunter nicht um einzelne Aufträge des Landes bewerbe, sorge für Verzögerungen.