Wernigerode (dpa/sa) - Felsenblümchen, Brockenanemone und dazu beste Sicht: Die ersten Besucher des Jahres haben am Montag den Brockengarten besichtigt. Zur Führung durch den botanischen Garten auf dem 1141 Meter hohen Harzgipfel schien nach Angaben der dortigen Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Sonne. Zudem konnten die Gäste mehr als 120 Kilometer weit in die Ferne schauen, sagte Wetterbeobachter Mark Kinkeldey der Deutschen Presse-Agentur. "Die Gartensaison konnte kaum besser starten. Nur warm anziehen ist Pflicht." Die Temperaturen auf dem Brocken lägen um den Gefrierpunkt, auch der Wind wehe ordentlich.

Der Brockengarten, der ausschließlich während einer Führung besucht werden kann, öffnete im Jahr 1890. Dort wachsen rund 1500 Pflanzen aus den Hochgebirgen dieser Welt. 2018 waren laut Harzer Nationalparkverwaltung 5595 Menschen gekommen - 905 mehr als 2017. Der Brockengarten ist Teil des Tourismus-Netzwerks "Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt."

Die Saison dauert den Angaben zufolge bis Mitte Oktober. Ob beziehungsweise wie sehr die Dürre des Vorjahres den Pflanzen zugesetzt hat, kann laut Gartenleiter Gunter Karste erst etwa Mitte Juni gesagt werden.

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