Magdeburg (dpa/sa) - Blutspenden sind auch während des Teil-Lockdowns erlaubt - und dringend nötig. Aktuell bereite die Suche nach Räumlichkeiten Probleme, sagte Markus Baulke vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Laut dem Sprecher für Sachsen-Anhalt sagen die Träger vieler Schulen, Gemeinderäume oder Feuerwehrhäuser aus Verunsicherung ab. Dabei seien Blutspenden nicht von den Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen. "Für uns ist es eine neue Situation", sagte Baulke. Es fehle nicht an Helfern oder Spendern.

Wegen der vielen Terminabsagen der Spendenlokale versuche das DRK derzeit, die Träger zu sensibilisieren. Die Hygienemaßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung seien bereits in den vergangenen Monaten eingehalten worden. Unter anderem gelte ein Mindestabstand, beim Betreten des Spendelokals müsse ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden und Warteschlangen würden möglichst vermieden. Seitdem die Infektionszahlen wieder stärker steigen, werde zudem beim Betreten der Räume die Temperatur der Blutspender gemessen.

Der Bedarf an Spenden sei weiterhin hoch. Schon weil sich einige Präparate nur wenige Tage halten, werden sie regelmäßig benötigt, so Baulke. In Sachsen-Anhalt benötige man täglich etwa 600 Spender.

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