Braunlage (dpa/lni) - Im Nationalpark Harz werden in diesem Herbst rund 400 000 junge Laubbäume gepflanzt. Neben Rotbuchen würden in diesem Jahr vermehrt auch andere, schnell wachsende Arten in den Boden gebracht, sagte ein Sprecher am Mittwoch. So solle erreicht werden, dass die Borkenkäfer-Flächen in den Randbereichen des Nationalparks schneller wieder grün werden. Im Harz gab es in diesem Jahr wegen des massiven Borkenkäferbefalls ein großes Fichtensterben. Der Nationalpark setzt im Prinzip zwar auf eine natürliche Walderneuerung. Auf einem 500 Meter breiten Streifen im Randbereich zu Wirtschaftswäldern werden aber auch im Nationalpark befallene Stämme gefällt.

Neben Rotbuchen werden dort jetzt Ebereschen, Moorbirken, Bergahorne, Feldahorne, Weiden, Roterlen und punktuell auch Sommerlinden gepflanzt. Diese sogenannten Initial-Pflanzungen gebe es allerdings nur in Lagen bis zu 750 Metern Höhe, sagte der Sprecher. In den Hochlagen, der Kernzone des Nationalparks, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause sei, führe die Natur selbst und erfolgreich Regie.

In den vergangenen zehn Jahren wurden im Nationalpark insgesamt rund 4,3 Millionen Laubbäume gepflanzt. Das gemeinsame Schutzgebiet liegt in den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Nationalpark Harz