Halle (dpa/sa) - Rund zwei Monate nach dem Beginn einer Brandserie in Halle sind die Ermittler weiter auf der Suche nach möglichen Brandstiftern. "Wir gehen von mehreren handelnden Tätern aus", sagte ein Polizeisprecher. Seit Ende August habe es mindestens 20 Brände mit angezündeten Wagen und anderen Fahrzeugen an verschiedenen Orten in der Stadt gegeben. Die Beamten intensivierten auf der Suche nach möglichen Tätern seither ihre Arbeit. Im September wurde den Angaben nach eine Ermittlungsgruppe gebildet. Zudem wurde die polizeiliche Präsenz im Stadtgebiet erhöht. Anfang Oktober gab es erste Erfolge: "Es erfolgte die Festnahme zweier Tatverdächtiger", so ein Sprecher.

Anfang Oktober wurde ein 26 Jahre alter, mutmaßlicher Brandstifter in der Nähe eines Tatortes festgenommen und später in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Zuvor brannten zwei Autos und ein Lastwagen in Halle. Bei den Bränden entstand insgesamt ein Schaden von rund 10 000 Euro.

Wenige Tage später schnappten Beamte einen 27-Jährigen. Gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl vor. Er kam in eine Justizvollzugsanstalt. Bei den Bränden an mehreren Auto entstand ein geschätzter Schaden von mehr als 50 000 Euro, hieß es damals.

Nach Angaben der Polizei ist noch unklar, ob die Brände und die beiden Festgenommenen miteinander in Zusammenhang stünden. "Es werden verschiedene Ermittlungsansätze verfolgt", sagte der Polizeisprecher.