Harzgerode (dpa/sa) - Im Kampf gegen den Borkenkäfer haben Soldaten im Harz Hunderte befallene Bäume bearbeitet. In fünf Wochen seien etwa 750 Fichten von Ästen und Rinde befreit und zerkleinert worden, sagte der Oberst des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Halvor Adrian, am Montag zum Abschluss des Einsatzes in Harzgerode. Dabei wurde auch die Rinde verbrannt, um den überwinternden Borkenkäfer abzutöten.

"Wir sind uns im Klaren, dass wir damit nur lokale Wirkung erzielt haben", sagte Adrian. Seit 23. September waren täglich rund 60 bis 70 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Sie konzentrierten sich auf kommunale Waldgebiete im Harzgeroder Ortsteil Straßberg, in Schierke am Brocken sowie Ilsenburg.

Der Harz ist nach mehreren schweren Stürmen und zwei Jahren anhaltender Trockenheit besonders stark vom Borkenkäfer betroffen. Der Schädling konnte sich in den geschwächten Fichten besonders leicht ausbreiten. Sachsen-Anhalt hatte deswegen ein Angebot des Bundes angenommen, die Bundeswehr zur Bekämpfung einzusetzen. Auch der niedersächsische Harz ist betroffen. Die dortige Landesregierung entschied jedoch, ohne Bundeswehr gegen den Schädling vorzugehen.