Magdeburg (dpa/sa) - Das Coronavirus breitet sich in Sachsen-Anhalt weiter aus. Zwischen Samstag und Sonntag wurden 460 neue Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Am vorigen Sonntag waren 375 Neuinfektionen gemeldet worden. Mehr als 8650 Menschen gelten als aktiv infiziert, das waren knapp 2000 mehr als vor einer Woche.

Aus dem Salzlandkreis, dem Kreis Wittenberg, aus Dessau-Roßlau und Magdeburg wurden insgesamt acht neue Todesfälle gemeldet. Damit starben seit Beginn der Pandemie 393 Sachsen-Anhalter im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Auf den Intensivstationen wurden am Sonntag 133 Menschen wegen Covid-19 behandelt. Das waren 6 mehr als am Samstag und 47 mehr als vor einer Woche.

Rechnerisch waren in den vergangenen 7 Tagen von 100 000 Sachsen-Anhaltern mehr als 197 mit dem Virus infiziert. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 152,9. Besonders betroffen sind der Burgenlandkreis (268), der Kreis Stendal (261) und der Saalekreis (255). Die wenigsten Fälle je 100 000 Einwohner binnen einer Woche meldet die Landeshauptstadt Magdeburg (111). Seit Beginn der Pandemie wurden knapp 23 000 Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt nachgewiesen.

In Sachsen-Anhalt wie bundesweit gelten seit Anfang November wieder deutlich verschärfte Corona-Regeln, um die Ausbreitung einzudämmen. Mitte Dezember wurde er noch einmal deutlich verschärft. So sind die meisten Läden geschlossen und es gelten auch an Weihnachten strenge Kontaktbeschränkungen. Auch bundesweit meldete das Robert Koch-Institut am Sonntag, dass die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Tage auf 192,2 gestiegen ist. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie.