Goslar (dpa) - Der Harzer Tourismusverband hat sich in der Corona-Krise mit einem Hilferuf an die Landesregierungen gewandt. "In dieser Zeit verlieren die Betriebe der Tourismusbranche und flankierender Dienstleistungsbereiche quasi ihre kompletten Umsätze und Einkünfte", erklärte der Verband am Donnerstag. "Die Soforthilfen des Bundes und der Länder helfen in einigen Bereichen, diese Verluste über einen kurzen Zeitraum zu kompensieren." Viele Tourismusanbieter hätten aber wegen ihrer Struktur und Trägerschaft keinen Zugriff auf bestehende Programme.

Martin Skiebe, Vorsitzender des Harzer Tourismusverbandes und Landrat des Landkreises Harz, forderte: "Unsere Betriebe brauchen Soforthilfen, die allen Betriebsformen zur Verfügung stehen und die die Verluste der Umsatzerlöse wenigstens so weit kompensieren, dass ein Überleben der Branche gesichert ist." Sie habe eine "enorm wichtige Rolle im Wirtschaftsgefüge der ländlichen Harzregion". "Der Harztourismus braucht daher die gleiche Aufmerksamkeit und Unterstützung, wie sie derzeit beispielsweise Großkonzerne in Deutschland erfahren."

Infos zum Virus für Harzer Gastgeber und Touristiker