Magdeburg (dpa/sa) - Deutlich mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sind 2019 im Vergleich zum Vorjahr aus Sachsen-Anhalt nach Hessen gependelt. Ihre Zahl stieg um gut 30 Prozent auf knapp 5400 Arbeitnehmer, wie aus Daten zu Pendlerverflechtungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht, die die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann analysiert hat. Die Auswertung lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Insgesamt ist der Anteil an Pendlern, die in anderen Bundesländern arbeiten, im Vergleich zu 1999 ebenfalls deutlich gestiegen. Während 1999 noch rund 107 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte außerhalb des Landes arbeiteten, waren es zum Stichtag 30. Juni 2019 bereits mehr als 149 000. Die größten Gruppen der Pendler aus Sachsen-Anhalt arbeiten nach wie vor in Niedersachsen (41 262) und Sachsen (34 878). Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist deren Anzahl jedoch jeweils um rund einen Prozent zurückgegangen.

Auch bundesweit ist die Zahl der Pendler deutlich gestiegen. 1999 waren es noch 2,14 Millionen - 20 Jahre später bereits 3,40 Millionen. Noch immer fahren wesentlich mehr Beschäftigte auch aus Ostdeutschland zum Arbeiten in die westlichen Bundesländer als in umgekehrter Richtung. 2019 pendelten nach den BA-Zahlen rund 415 000 ostdeutsche Beschäftigte in den Westen. Umgekehrt kamen aus Westdeutschland 178 000 Beschäftigte zum Arbeiten in den Osten.