Dessau-Roßlau (dpa/sa) - An den Folgen einer Grippeinfektion sind in dieser Saison 16 Menschen in Sachsen-Anhalt gestorben. Das geht aus Zahlen des Landesamts für Verbraucherschutz in Dessau-Roßlau hervor. In der vorangegangenen Saison gab es den Angaben zufolge rund fünf Mal so viele Tote. Aus Expertensicht verliefen die Grippemonate zwischen Anfang Oktober und Mitte Mai normal.

Bei den Grippetoten handelte es sich um Menschen, die im Durchschnitt 69 Jahre alt waren, wie die Sprecherin des Landesamts erklärte. Die jüngste Betroffene war 33 Jahre alt und litt an einer kardiologischen Grunderkrankung.

Besonders betroffen waren in dieser Saison die Gebiete im Süden und Osten des Landes. Vor allem in Halle, Wittenberg und Dessau-Roßlau, den Saalekreis und Anhalt-Bitterfeld grassierte die Grippe, hieß es.

Dennoch: "In der aktuellen Saison erkrankten deutlich weniger Menschen in Sachsen-Anhalt an einer Influenza als in der Vorsaison", so die Sprecherin des Landesamts. Den Angaben zufolge wurden knapp 11 000 Fälle gezählt - halb so viele wie in der vorangegangenen Saison.

Schuld an der Grippe waren diesmal nach Angaben des Landesamtes vor allem die Influenza-A(H3N2)- und A(H1N1)pdm09-Viren, also typische saisonale Influenza-A-Viren. Diesen konnten mit einem üblichen Impfstoff vorgebeugt werden. In der starken Grippesaison 2017/18 machten sich hauptsächlich Influenza-B-Viren breit.

Die Grippesaison liegt in der Zeit zwischen Oktober und Mai. Eine typische Grippe tritt nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Berlin meist plötzlich auf. Die Betroffenen klagen über Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen. In der Regel dauert eine Grippe fünf bis sieben Tage.

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