Magdeburg (dpa/sa) - Die Kartoffelernte in Sachsen-Anhalt ist in diesem Jahr durchwachsen ausgefallen. "Die Qualität der Kartoffeln ist sehr unterschiedlich", sagte der Vizepräsident des Landesbauernverbands, Lutz Trautmann, in Hedersleben (Landkreis Harz) mit Blick auf die ausklingende Erntezeit. Einige Landwirte hätten eine qualitativ hochwertige Ernte eingefahren, bei anderen hätten die Kartoffeln schwarze Flecken oder eine zu geringe Größe gehabt. Der Gesamternteertrag ist nach ersten Schätzungen in diesem Jahr leicht unterdurchschnittlich. Schuld sei vor allem das Wetter, erklärte Trautmann.

Wie in den Vorjahren war es in diesem Jahr recht trocken. Zeitweise mussten laut Trautmann einige Landwirte die Ernte sogar unterbrechen, da sich wegen des ausbleibenden Regens harte Klumpen im Boden bildeten, die die Ernte behinderten. Regen brachte dann etwas Entspannung. Zudem machten mancherorts Blattläuse den Kartoffelpflanzen zu schaffen, wie der Vizepräsident erklärte.

Beim Verkauf zeigte sich, dass Regionalität stärker gefragt sei. "Die Leute wollen wissen, wo ihr Essen herkommt", sagte Trautmann. Agrarbetriebe mit eigenen Hofläden hätten daher viel Kundschaft gehabt. Auch im Hofladen der Agrargenossenschaft Hedersleben, in der Trautmann Vorstandsvorsitzender ist, verzeichne einen guten Umsatz. Jedoch mache der Umsatz der Hofläden in der Regel nur einen geringen Teil am Gesamtumsatz der Betriebe aus, so Trautmann.

Wie das Statistische Landesamt online mitteilte, wurden im vergangenen Jahr rund 485 000 Tonnen Kartoffeln in Sachsen-Anhalt eingebracht. Im Jahr davor waren es nur 413 000 Tonnen. Im Jahr 2017 lag die Erntemenge noch bei 650 000 Tonnen Kartoffeln.

Kartoffelernte