Halle (dpa/sa) - Ein ehemaliger Regionalbereichsleiter am Bildungszentrum der Industrie- und Handelskammer in Dessau ist wegen Subventionsbetrugs zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Eine frühere Mitarbeiterin des Mannes erhielt in dem Prozess vor dem Landgericht Halle eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Bis kommenden Dienstag um Mitternacht haben die Prozessbeteiligten Zeit, Rechtsmittel einzulegen, wie ein Sprecher des Landgerichts am Mittwoch sagte. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Dem ehemaligen IHK-Regionalbereichsleiter und seiner früheren Mitarbeiterin war vorgeworfen worden, sich mit falschen Angaben Fördermittel der Europäischen Union für Weiterbildungen erschlichen zu haben. Insgesamt soll es dabei um rund fünf Millionen Euro gegangen sein. Die angeblichen Weiterbildungen fanden jedoch niemals statt. Das Geld wurde zwischen Bildungsträgern und dem IHK-Bildungszentrum aufgeteilt, so das Gericht.

Bericht MZ