Halle (dpa/sa) - Die landwirtschaftlichen Betriebe in Sachsen-Anhalt haben in diesem Jahr etwas mehr Getreide und Raps geerntet als im Jahr zuvor. 3,23 Millionen Tonnen Getreide und gut 204 000 Tonnen Raps wurden eingebracht, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Halle mitteilte. Über die letzten sechs Jahre betrachtet gingen die Erntemengen jedoch beim Getreide um fast 14 und beim Raps sogar um gut 67 Prozent zurück.

Die größten Erntemengenverluste beim Getreide gab es im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt diesen Angaben zufolge beim Winterweizen mit einem Minus von 20,6 und beim Hartweizen mit Minus 14,7 Prozent.

Bei Gerste war dagegen ein Anstieg von 6,6 Prozent zu verzeichnen. Die höhere Erntemenge bei Gerste ist jedoch auf eine deutliche Ausweitung der Anbaufläche um 18,5 Prozent auf mehr als 120 000 Hektar zurückzuführen. Zwischen 2013 und 2018 wurde Gerste im Durchschnitt auf gut 101 000 Hektar angebaut.

Die Anbaufläche des Winterraps war in diesem Jahr um mehr als die Hälfte kleiner als 2018. Damit verlor die Frucht ihre Position als zweithäufigste Anbaukultur in Sachsen-Anhalt.

Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt