Leipzig (dpa) - Der Anwalt des ehemaligen Fußball-Trainers Andreas Petersen hat rechtliche Schritte gegen dessen Einjahressperre wegen des Vorwurfs der Spielmanipulation angekündigt. Petersen bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag den Schritt. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und der MDR darüber berichtet. Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) hatte Petersen nach einer mündlichen Verhandlung zu einer zwölfmonatigen Sperre und einer Geldzahlung in Höhe von 6000 Euro verurteilt.

Petersens Anwalt Horst Kletke sagte dem MDR, man könne nicht sehen "dass die Zeugen, die angehört wurden, richtig gewürdigt worden sind. Wir werden also vor die nächste Ebene des Verbandsgerichts ziehen und dort um eine richtige Tatsachenwürdigung kämpfen."

Für die NOFV-Juristen stand fest, dass der Vater von Bundesligaprofi Nils Petersen vor dem Meisterschaftsspiel der Regionalliga zwischen dem SV Babelsberg und dem VfB Germania Halberstadt (3:1) am 30. November Einfluss auf das Ergebnis nehmen wollte. Der damalige Sportdirektor von Halberstadt habe telefonisch zwei ihm bekannte Babelsberger Spieler angesprochen und diesen Geldzahlungen in Aussicht gestellt, wenn sie schlecht spielen würden. Die Spieler hätten das Angebot abgelehnt, Geld sei nicht gezahlt worden, hatte der NOFV in seiner Urteilsbegründung am Freitag erklärt.

Petersen bestätigte zudem, dass er sein Amt als Sportdirektor von Halberstadt nicht mehr ausübt. Bereits in der Vorwoche habe der 58-Jährige gebeten, "sein Amt als sportlichen Leiter ruhen zu lassen, weil er momentan aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, dieses Amt zu führen. Diesem Wunsch habe ich entsprochen", sagte Halberstadts Präsident Erik Hartmann dem MDR. Auch die "Bild" hatte darüber berichtet.

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