Magdeburg (dpa/sa) - Die SPD in Sachsen-Anhalt hat sich angesichts der Corona-Pandemie für die Aufnahme von besonders gefährdeten Flüchtlingen ausgesprochen. Am stärksten bedroht seien die Geflüchteten auf den griechischen Inseln. Die Zustände seien bereits vor der Corona-Krise unhaltbar gewesen, sie würden nun lebensbedrohlich, teilte die SPD am Samstag mit. Der Landesvorstand forderte die Bundesregierung auf, umgehend die Aufnahme von Geflüchteten aus den griechischen Lagern einzuleiten.

Besonderer Handlungsbedarf bestehe bei Kindern, Schwangeren und Corona-Risikogruppen. Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen gelten laut Experten als besonders gefährdet, sich mit dem Coronavirus zu infizieren.

Zuvor hatten sich die Bischöfe der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) an die Bundesregierung gewandt. Sie sprachen sich ebenfalls für die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland aus. Trotz der Covid-19-Pandemie in Deutschland dürfe nicht aus dem Blick geraten, dass Tausende Geflüchtete in Lagern auf den griechischen Inseln und im Grenzgebiet zur Türkei in katastrophalen Zuständen leben müssten, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichen Schreiben der Bischöfe an die Bundesregierung.

Mitteilung der EKM

Mitteilung der SPD Sachsen-Anhalt