Halle (dpa/sa) - Friedhöfe als Orte mit Erinnerungskultur: Darüber wollen sich Experten beim Tag der Landesgeschichte am Samstag (9.00 Uhr) virtuell austauschen. Wie die Veranstalter mitteilten, soll am Beispiel des Stadtgottesackers in Halle darüber diskutiert werden, wie sich Friedhofsanlagen im Laufe der Jahrhunderte verändert haben. So waren sie einst auch aus Seuchenschutzgründen außerhalb der Orte angelegt worden und später mehr als Andachts- und Besinnungsorte in den Städten aufgewertet worden.

Der Stadtgottesacker in Halle wurde ab 1557 nach Vorbild des Camposanto im italienischen Pisa angelegt. Die kulturhistorisch bedeutende Anlage gilt unter Experten als eine der schönsten ihrer Art nördlich der Alpen.

Der Friedhof wurde im Krieg stark zerstört und verwahrloste zu DDR-Zeiten. Nach 1990 wurde er aufwendig restauriert. Unter anderem sind hier die Eltern des in Halle geborenen Barockkomponisten Georg Friedrich Händel beerdigt worden.

Virtueller Tag der Landesgeschichte zur Erinnerungskultur auf städtischen Friedhöfen