Berlin (dpa) - Bei Handball-Bundesligist Füchse Berlin saß der Frust nach der 22:32-Packung im Ostderby gegen den SC Magdeburg tief. "Als Berliner schmerzt das nicht nur sportlich, sondern auch persönlich, dass wir hier zu Hause gegen Magdeburg mit zehn Toren verlieren", sagte Trainer Jaron Siewert.

Wohl niemand der Berliner hatte am Dienstagabend mit so einer deutlichen Niederlage gerechnet. Sportvorstand Stefan Kretzschmar wollte in dieser Saison die Spitze angreifen. Doch dieser Auftritt sorgte für Ernüchterung und die Euphorie der Vorbereitung dürfte schon am zweiten Spieltag verflogen sein.

Nach einer soliden Anfangsphase verloren die Füchse mehr und mehr den Faden. "Wir hatten so eine Phase, wo wir technische Fehler um Fehler machten. Und das haben sie eiskalt ausgenutzt", sagte Kapitän Paul Drux. Seltsam emotionslos wurde das Spiel der Berliner dann spätestens in der zweiten Hälfte. "Wir haben einfach keinen Kampfgeist gezeigt", fuhr Drux fort.

Die Füchse boten kaum Gegenwehr. "Was wir dann zeigen, ist einfach viel zu wenig. Da haben wir uns angestellt wie kleine Schulkinder und haben es über uns ergehen lassen. Das war ganz,ganz schlecht", kritisierte Drux die Leistung. Hinzu kam, dass die nur 750 Fans in der Halle auch nur wenig Stimmung von außen machen konnten. Für Drux aber kein Argument. "Das können wir nicht als Ausrede benutzen. Wir hatten ja schon einige Spiele, die so waren", sagte er.

Bis zum nächsten Spiel am kommenden Sonntag beim SC DHfK Leipzig (13.30 Uhr/Sky) bleibt für Siewert noch viel Arbeit. Deshalb fordert er eine Reaktion. "Wir können nicht lange liegen bleiben. Als Team muss aber mehr kommen. Vor allem mehr Emotionen", sagte der 26 Jahre alte Trainer. Kapitän Drux möchte die Derby-Pleite deshalb möglichst schnell abhaken: "Wir brauchen nicht viel reden. Wir müssen versuchen das Spiel so schnell wie möglich zu vergessen."

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