Dresden (dpa) - Passend zur Jahreszeit hat sich das Geschäftsklima in Ostdeutschland abgekühlt. Die befragten Unternehmer korrigierten ihre Lageeinschätzungen und Geschäftserwartungen insgesamt nach unten, teilte das Ifo Institut in Dresden am Donnerstag mit. Beim Blick auf einzelne Branchen ergibt sich ein etwas differenzierteres Bild. Dem Verarbeitenden Gewerbe wurde eine etwas gesunkene Stimmung attestiert. Maßgeblich dafür sei ein kräftiger Rückgang bei den Einschätzungen der Geschäftslage, hieß es. Der Ausblick für die kommenden sechs Monate verbesserte sich aber spürbar.

Die Dienstleistungsbranche blickt dagegen weniger zuversichtlich auf das kommende halbe Jahr, schätzt aber die aktuelle Lage besser ein als zuletzt. Unternehmen aus Groß- und Einzelhandel bewerteten ihre derzeitige Situation etwas schlechter als zuvor, hatten aber in etwa Erwartungen wie im Vormonat. Im Bauhauptgewerbe blieb das Geschäftsklima nahezu unverändert.

Das Ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Firmen verschiedener Branchen. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen.